Samstag, 29. Juni 2013

John L. Burns "Held von Gettysburg"

 Der 70-Jährige, der in den Krieg zieht
Vorentscheidung im amerikanischen Bürgerkrieg
Mit Gewehr und Krücken: Der verwundete John L. Burns nach der Schlacht von Gettysburg (Foto: National Library of Congress, Washington)
John L. Burns nimmt am 1. Juli 1863 seine alte Flinte aus dem Schrank und zieht in den Kampf. Die Schlacht von Gettysburg vor genau 150 Jahren ist die blutigste im amerikanischen Bürgerkrieg.
Von Heiner Hug
Der jetzt 70-jährige John Burns hat schon im britsch-amerikanischen Krieg 1812 gegen die Engländer gekämpft. Sein Traum ist ein starker, vereinter Bundesstaat namens Vereinigte Staaten von Amerika.
Doch die Einheit ist in Gefahr. Denn elf südliche Bundesstaaten haben sich vom Norden abgespalten. Diese Elf haben sich zusammengeschlossen. Sie nennen sich nun „Konföderierte Staaten von Amerika“ (Confederate States of America, CSA). Ihr Präsident heisst Jefferson Davis. Hauptstadt des südlichen Staatsgebildes ist Richmond in Virginia.
John Burns wird im Krieg verwundet, doch er überlebt. Schon bald wird er als "Held von Gettysburg" gefeiert, als nationales Symbol.
Der Konflikt zwischen Norden und Süden hat sich vor allem an der Sklavenfrage entzündet. Die Südstaaten wollen die Sklaverei beibehalten – der Norden unter Abraham Lincoln nicht. Der Süden verlangt mehr Autonomie als ihnen Lincoln gewähren will.
Der Bürgerkrieg (Sezessionskrieg) hat im April 1861 mit einem Angriff der konföderierten Südstaaten auf das Fort Sumter in South Carolina begonnen.
Gut zwei Jahre danach findet die dreitägige Schlacht bei der Kleinstadt Gettysburg in Pennsylvania statt (siehe Karte unten). Für die südlichen, konföderierten Truppen beginnen die Gefechte verheissungsvoll. Die unter General Robert E. Lee stehende Armee besiegt am 1. Juli 1863 die Kampfverbände aus dem Norden.
Die ersten Toten, fotografiert am 1. Juli 1863, am ersten Tag der Schlacht. Bei den Opfern handelt es sich um Soldaten der nördlichen Unionstruppen. (Foto: National Library of Congress, Washington)
Doch am dritten Tag triumphiert die nördliche Armee. Sie wird von George G. Meade kommandiert. Die südlichen Verbände ziehen sich erschöpft zurück. Meade wird später kritisiert, weil er die südlichen Truppen nicht verfolgte und endgültig aufrieb.
"Rocks could not save him at the Battle of Gettysburg" steht als Überschrift zu diesem Bild von Timothy H. O'Sullivan (Foto: National Library of Congress, Washington)
Der amerikanische Bürgerkrieg ist der erste Krieg, von dem es - auf Glasplatten gebannte - fotografische Dokumente gibt. Alexander Gardner und Timothy H. O'Sullivan gehören zu den ersten Kriegsfotografen.
Tote Soldaten der konföderierten südlichen Truppen auf dem Schlachtfeld von Gettysburg. Fotografiert am 5. Juli, zwei Tage nach Ende der Schlacht. (Foto: National Library of Congress, Washington)
Nach der Schlacht bei Gettysburg dauert der Bürgerkrieg noch knapp zwei Jahre. Doch jetzt verlieren die Truppen der Südstaaten mehr und mehr die Initiative.
Am Tag nach dem Sieg der nördlichen Unionstruppen bei Gettysburg triumphieren die Nordstaaten auch in der wichtigen Schlacht von Vicksburg (Mississippi). (Siehe Karte). Diese Gefechte hatten schon am 19. Mai begonnen. Vicksburg gilt – neben Gettysburg – als eine der entscheidenden Schlachten. Kommandiert werden die nördlichen Truppen in Vicksburg von Generalleutnant Ulysses S. Grant. Er wird später amerikanischer Präsident.
"Der letzte Schlaf eines Scharfschützen" heisst dieses Bild, aufgenommen in Gettysburg Anfang Juli von Alexander Gardner (Foto: National Library of Congress, Washington)
Noch während des Bürgerkriegs, am 19. November 1863, wird auf dem Schlachtfeld von Gettysburg ein Soldatenfriedhof für die fast 7‘000 Toten eingeweiht. Dabei ist auch Präsident Abraham Lincoln.
Abraham Lincoln während der Einweihung des Friedhofs von Gettysburg am 19. November 1863. Lithographie (Foto: National Library of Congress, Washington)
Abraham Lincoln in Gettysburg am 19. November 1863 bei der Einweihung des Friedhofs. Lincoln mit Zylinder. (Foto: National Library of Congress, Washington).
Lincoln hält seine berühmte zweieinhalbminütige Gettysburg-Rede, die „Gettysburg Address“, die heute noch jedes amerikanische Schulkind auswendig lernen muss. In der Rede wird die nationale Einheit beschworen.
Abraham Lincolns "Gettysburg Address": Published by M.T. Sheahan (Foto: National Library of Congress, Washington)
Burns trauriges Ende
John L. Burns lebt nach dem Ende des Bürgerkrieges noch fast sieben Jahre. Als Präsident Lincoln nach Gettysburg kommt, um den Friedhof einzuweihen, wird Burns ihm vorgestellt.
Zwar überlebt der "Held von Gettysburg" den britsch-amerikanischen Krieg und den Sezessionskrieg. Eine Lungenentzündung überlebt er nicht. In den letzten Jahren seines Lebens ist er zunehmend verwirrt und irrt durch die Gegend. An einem Winterabend wird er unterkühlt in New York aufgefunden. Kurz darauf stirbt er.
General Robert E. Lee, der die Truppen der Südstaaten bei Gettysburg kommandierte, setzt sich nach dem verlorenen Krieg für eine Versöhnung zwischen Norden und Süden ein. 1975 wird der von Präsident Gerald Ford postum begnadigt.
Karte: stepmap.de/Journal21
Im amerikanischen Bürgerkrieg fanden rund 80 Einzelschlachten statt. Hier einige der entscheidenden Gefechte.
12. April 1861: Beginn des Bürgerkrieges mit einem Angriff der südlichen Truppen auf die Festung Fort Sumter: Sieg der konföderierten, südlichen Truppen.
17. September 1862: Schlacht am Antietam (Sharpsburg) in Maryland. Überlegenheit der Truppen der Nordstaaten.
11. Dezember 1862: Schlacht von Fredericksburg (Virginia). Sieg der südlichen Truppen. Damit wird der Vorstoss der nördlichen Verbände auf Richmond, die Hauptstadt der zusammengeschlossenen Südstaaten, gestoppt.
19. Mai – 4. Juli 1863: Beginn der Schlacht von Vicksburg, Mississippi. Sie gilt – neben der Schlacht von Gettysburg – als eine entscheidende Schlacht im Bürgerkrieg.
1. – 3. Juli 1863: Gettysburg. Sieg der nördlichen Unionstruppen.
23. – 25. November 1863: Schlacht von Chattanooga. Sieg der nördlichen Unionstruppen unter Generalleutnant Ulysses Grant.
9. Juni 1864 – 25. März 1965: Neunmonatiger Grabenkrieg bei Petersburg (Virginia) Die südliche Armee muss weichen.
29. März 1965 bis 9. April 1965: Appomattox-Feldzug. Kapitulation der Südstaaten-Armee. Faktisches Ende des Bürgerkrieges.
23. Juni 1865: Die letzten konföderierten Truppen kapitulieren in Texas.

 

نلسون ماندلا , قد بلند‌ترین آدمیزاد یک قرن گذشته روی زمین





Masoud Behnud

برایش آرزوی مرگ کردم، وقتی نوه‌اش در تلویزیون می‌گفت دعایش کنیم که درد نکشد. ماندلا را می‌گویم. قد بلند‌ترین آدمیزاد یک قرن گذشته روی زمین.

قرنی که آتاتورک، چرچیل، دوگل، استالین، هیتلر، موسولینی، ادنائر، هوشی مین، چوئن لای، مصدق، نهرو، تیتو، لومومیا، سوکارنو، سیهانوک، کاسترو، عبدالناصر، جان کندی، برانت، آلنده، اولاف پالمه، ماهاتیر محمد، گورباچف و واسلاوهاول در آن یک چند رییس دولت بوده‌اند، خوب و بد نامی از خود به یادگار گذاشته‌اند. همزمان ده برابر این‌ها، آدم‌های کوچک هم فرصت اداره کشور‌ها را به دست آورده‌اند، در کشورهائی به بزرگی آمریکا و روسیه و هم در کشورهای کوچک آفریقائی و آسیائی.

برخی از این نام‌ها با کودتا سرنگون شدند، برخی در‌‌ همان خلعت ریاست دولت کشته شدند مانند آلنده، کندی، لومومبا و پالمه، بعضی مانند ماهاتیر محمد سال‌ها ماندند و قدر دیدند و سرنوشت کشور خود را تغییر دادند، یکی مانند مصدق دو سالی هم دوام نیاورد، چند تایشان در کشتار هزاران تن سهم داشتند، کسانی مانند برانت و پالمه و هاول هم بودند که جز صلح برای بشر نخواستند. برخی مانند هیتلر، چرچیل، موسولینی و استالین آوازه‌شان از جنگ بود، چندتائی در دوران قدرت، از جهان تحسین شنیدند و قدر دیدند، مانند گورباچف و چرچیل که عنوان‌های دست نیافتنی گرفتند [مرد قرن یا مرد هزاره‌ها] اما مردم کشور خودشان دیگر به آن‌ها رای ندادند. اما ماندلا از همه جداست، نه به خاطر ۲۷ سال زندانی که کشید، و نه حتی انقلاب بزرگی که رهبری کرد و لکه ننگ آپارتاید را از دامن بشریت برداشت بلکه به خاطر درس‌هائی که برای بشریت گذاشت، درس‌هائی از جنس مروت و گذشت، خیرخواهی و صلح‌دوستی و پرهیز از خشونت.

وقتی در بیست و هفتمین سال حبس، نماینده بانک جهانی به دیدارش به زندان مخوف جزیره روبن رفت تا از او بپرسد آیا حاضر هست با رهبر آفریکانر‌ها برای رسیدن به یک راه حل آرام در جهت تشکیل یک دولت همه‌رنگ هم‌سو شود، لحظه‌ای از پنجره سلول به آسمان نگریست و گفت حتما آقای رییس حتما... در کتاب خاطراتش نوشته آن روز رو به آسمان‌ها گفتم از‌‌ همان اولین روزی که به زندان افتادم می‌دانستم روزی کسی در سلول را می‌گشاید و خبر پیروزی هم‌رنگ‌های مرا می‌آورد، در طول سال‌ها حبس، هرچه این لحظه عقب افتاد به خودم گفتم برای آن است که پخته شوی، برای این‌که بخوانی و فکر کنی تا بدان‌جا برسی که هیچ رگه‌ای از خشم و کینه در وجودت نماند.

ماندلا از زندان به در آمد و با رای مردم در اولین انتخاباتی در آفریقای جنوبی که رنگین پوستان هم در آن شرکت و حضور داشتند، رییس جمهور شد و دکلرک رییس جمهور نژادپرست پیشین بر اساس قانون اساسی جدید معاونش، و اولین حکمی را که نوشت رییس زندان برای انتصاب رییس پیشین زندان جزیره روبن به عنوان رییس کل پلیس بود، یعنی زندانبان خودش. و این درس اول به مردمی بود که سال‌ها خونشان در شیشه شده بود و حالا به دستور مادیبا باید از خانه‌های مجلل‌‌ همان سپیدهای‌نژاد پرست محافظت می‌کردند.

مرد بزرگ که در مقدمه کتاب خاطراتش نوشته زمانی برای کینه ندارم، در مقام ریاست جمهوری هم پنج سال بیشتر نماند، جای خود را به یک سیاه دیگر سپرد و رفت تا برای بشریت الگو باشد.

همه تجلیل‌های عالم نصیبش شده است. در شهر لندن، پایتخت کشوری که بزرگ‌ترین حامی رژیم تبعیض نژادی آفریقای جنوبی بود، نه که مجسمه هیچ شخصیت خارجی به اندازه ماندلا در میدان‌ها نیست بلکه به جز سلاطین و ملکه ویکتوریا مجسمه هیچ حکومت‌گر بریتانیائی هم در سه میدان نیست. معتبر‌ترین مدال‌های جهان همان‌ها هستند که به نام ماندلا متبرک‌اند. واقعیت این است که هیچ‌یک از نام‌های بزرگ قرن بیستم به اندازه او اثرگذار نبودند.

سی و پنج سال پیش حکومت آپارتاید به من و گروهم ویزا نداد وقتی قصد تهیه فیلمی از شهر سوتو داشتیم که ده‌ها سیاه آن‌جا به گناه اعتراض به شرایط بد زندگی کشته شده بودند، فیلم کوتاهی مستندواری ساختم که در چند جشنواره هم به نمایش درآمد و متن گفتارش هم بار‌ها پخش شده با نام «نامه‌ای به فورستر». در آن زمان فورستر ‌نژادپرست رییس دولت آفریقای جنوبی بود. در آنجا از زبان پسربچه‌ای که با الاغش بار می‌برد و از حاشیه شهر‌ها می‌گذشت چون اجازه ورود به محلات سفیدپوست‌نشین نداشت نوشتم «آقای سفید، روزی ما وارد محلات زیبای شهر‌هایمان می‌شویم، به دانشگاه می‌رویم و خواهیم توانست از خودمان دفاع کنیم، و از شما هم دفاع خواهیم کرد، لوله تفنگ‌هایتان را هم پاک خواهیم کرد.‌‌ همان تفنگ‌هائی که سینه پدرانمان را با آن نشانه رفتید...

حالا ماندلای نود و چهارساله در بستر مرگ است. چند ماه پیش کارکنان بی‌بی‌سی در جریان اعتصابی، وقتی خبر بیماری ماندلا رسید اعلام داشتند اگر خبر بدی از ماندلا برسد برای پوشش مراسم بزرگداشت او بر سر کار برخواهند گشت.‌‌ همان شب سخنگوی اعتصاب‌کنندگان در جواب این سئوال که آیا برای مرگ مارگارت تاچر هم موقتا اعتصاب را می‌شکنید: ماندلا فقط یکی است.

حق داریم برایش دعا کنیم که درد نکشد. برای کسی که با درد آشناست. برای کسی که وجود درد کشیده‌اش مرهم بود.

- مسعود بهنود 28.06.2013

Mittwoch, 26. Juni 2013

هرگز زمِهر ، دست ندارم ترا - م.سحر Mohammad Djalali

Mohammad Djalali

ایران من / م.سحر
...................................

ایرانِ من که خسته و زارم ترا

آخرچگونه دوست ندارم ترا؟

با من چه می کنی که به خونِ جگر

زینگونه بی شکیب و قرارم ترا

چون ماهواره ای که به گِردِ زمین

گردان بوَد ، به گِردِ مدارم ترا

زان سان که دشمنان ترا دشمنم

از یاورانِ مُشفقِ یارم ترا

با آنکه از کنار تو ام بر کران

گویی که روز و شب به کنارم ترا

تا دررسد سعادتِ دیدار تو

رؤیانوردِ لحظه شمارم ترا

چون بلبلی که جانب گُل می پرد

با یادِ گل به گشت و گذارم ترا

تا سردهم سرودِ سرافرازیت

شعر و سرود و شور و شرارم ترا

چون آتشی که شعلۀ رنگین دهد

رنگین چو دانه های انارم ترا

آن شاخۀ شکستۀ باغم ولی

چون میوۀ رسیده به بارم ترا

با آن که ره به خِطّۀ دیگر بَرَد

شادم که سرنشینِ قطارم ترا

دشمن اگر به سلسله بندد مرا

باکم نه زانکه سلسله دارم ترا

بذر کویر و طعمۀ طوفان شود

گر دانه ها به خاک نکارم ترا

تا خطّ و رسم و نقش و نگارِ منی

بر لوحِ جان، به نقش و نگارم ترا

تا دست من به دامن مِهرت رسد

هرگز زمِهر ، دست ندارم ترا

با سال های سردِ زمستانی ام

چشم انتظارِ فصلِ بهارم ترا

روزی که سربلندی ات از رَه رسد

بر خاک ِ راه ، آینه دارم ترا !

م.سحر
26/6/2013
پاریس

Sonntag, 23. Juni 2013

Mani Matter "schlimm ist, dass du das schlimm findest."

foto: blogs.tageswoche.ch
nun gut: ich gehe
nun gut: etwas unachtsam
nun gut: auf die strasse

auf einmal rechts
auf einmal schnell
auf einmal nahe
auf einmal wagen

er sieht
er bremst
ich auch
zu spät
und bums
überfahren

die zeugen: ich
die zeugen: selber
die zeugen: schuld
zu unachtsam

nun gut: ich dachte
nun gut: gerade
nun gut:: was andres

das ist doch, oder?
kein grund mich, oder?
zu überfahren

und doch: da lag ich.


Das ist eine Stelle aus Mani Matters Oper Entwurf "Der Unfall". Der Sprecher geht dann auch der Frage nach, woran er auf der Strasse gedacht hat. Er ist vorher an einem Musikgeschäft vorbeigegangen, und
Ja, da dachte ich: es ist doch schade, dass ich kein musiker bin.
wenn ich musiker wäre, wäre ich nicht überfahren worden
wenn ich musiker wäre, hätte ich nicht gedacht, es sei
schade, dass ich kein musiker bin.
Bestimmt war Mani damals unachtsam.
bestimmt hat Mani damals etwas andres gedacht.
Bestimmt hat Mani damals nichts Bedeutenderes gedacht, als zum Beispiel: Schade, dass ich kein Musiker bin.
Wenn er aber damals etwas anderes gedacht hat, dann hängt das damit zusammen, dass er so, wie er gelebt hat, zuwenig dazukam, etwas anderes zu denken.
Er war  bekannt für seine speditive Art, alle rühmten seine klare Entscheidungsfähigkeit. Tagsüber sass er in seinem Büro als Jurist und fällte klare Entscheide.
Jede Woche ging er an die Universität und leitete dort ein Seminar, wo er von allen Studenten geschätzt wurde gegen seiner Unbestechlichkeit im Denken, wegen seiner Fähigkeit, etwas, das ein bisschen unklar formuliert war, etwas klarer zu formulieren.
An manchen Abenden trat er dann auf irgendeiner Bühne auf und trug seine Lieder vor, die irgendeinen Sachverhalt abkürzten und ihn auf einen einleuchtenden Nenner brachten oder die etwas Klares so lange auseinandernahmen, bis man nicht mehr sicher war, ob es überhaupt etwas Klares sei, eine Tür etwa oder ein Sandwich.
Wo blieb in diesem Klarheitsgebäude das Unklare?
Mani hatte sich mit Klarheit umgeben, er hatte fast zuviel Boden unter den Füssen. Darunter aber, unter diesem Boden, war das Unklare, das Dunkle, das Unverständliche, das Sinnlose. es hatte einmal nach ihm gegriffen, in Form einer eigenartigen, epilepsieähnlichen Krankheit nach dem frühen Tode seiner Mutter. Von dann an hatter er es gebannt, indem er ihm mit seinen klaren Formeln auf den Leib rückte, indem er zum Beispiel das Sinnlose in Versen zur Geltung kommen liess, aber er erlaubte ihm keinen Einbruch mehr in sein Leben. 

 Es muss jedoch immer gegenwärtig gewesen sein, etwa so wie in seinem Einmanndramolett in sechs Monologen: "Ich habe Ahnungen..."
In den letzten vierzehn Tagen vor seinem tod waren diese Ahnungen wieder wach, er sei, sagt seine Frau, unruhig gewesen, sonderlich gestimmt, habe das Gefühl gehabt, er werde krank oder sei es schon.
Von Mani hat man nie einen Hilferuf gehört; mit Hilferufen wandte man sich an ihn. Mani wollte direkt vom Äussern zum Erinnern springen, wine Abkürzung nehmen, wie übrigens die meisten von uns. Eine Depression haben, wirklich haben, heisst eben, nichts mehr tun können, wie gelähmt dasitzen vor Schreck darüber, dass man irgendwelchen Ansprüchen genügen sollte, weggehen, aussteigen, nicht mehr zur Verfügung stehen. So etwas versucht man zu vermeiden, solange es geht, und je besser man sich das Leben eingerichtet hat, um so dringender versucht man es zu vermeiden. Und je dringender man es zu vermeiden sucht, desto dringender meldet sich das Unvermeidliche.
Ja was hätte er dann tun sollen? Ich weiss es auch nicht. Vielleicht wäre alles anders gekommen, wenn er Anfang jener Woche ins Büro angerufen hätte und gesagt hätte: Entschuldigung, ich kann nicht kommen, ich fühle mich zu schwach.
Doch Mani hätte schon als Pfadfinder kein einziges Mal gefehlt. Also ging er diese Woch ins Büro und fuhr auch nach Rapperswil, wo er zum erstenmal seinen eigenen Nekrolog  "einisch am ne morge" als Zugabe singen wollte.
Aber natürlich war er auch unachtsam.
Am 24. 11. 1972 kam Mani Matter bei einem Unfall ums Leben
Gedanken zu Manis Tod
Franz Hohler

Mani Matters Tagebuch II 1962
"Was wollt ihr?" fragte der Parlamentarier die Bürger, die ihn gewählt hatten und mit ihm unzufrieden waren.
"Was wollt ihr? Sagt es. Ich will es gerne vertreten."
"Dass du uns nicht fragst", antworteten die Bürger,  "Wollen wir."
"Was soll ich denn tun?" fragte jener.
"Was du für richtig hältst", sagten die Bürger.
"Aber wie kann ich denn wissen, dass ihr nicht wieder unzufrieden seid?"
"Das soll dich nicht kümmern!" sagten die Bürger.
"Mich nicht kümmern? Bin ich denn nicht euer Vertreter?"
"Doch; aber das will nur sagen: Wir haben dich gewählt.
Es heisst nicht: Do sollst dein Amt nicht selbst ausübeb?"
"Was versteht ihr denn darunter: mein Amt selbst ausüben?"
"Dich nicht hinter unserem Willen verstecken", erwiderten die Bürger. "Die Verantwortung übernehmen!"
"Und wenn ihr nicht einverstanden seid? fragte der Parlamentarier.
"Dann wählen wir dich nicht mehr."
"Das wäre schlimm!"
"Nein", sagten die Bürger; "schlimm ist, dass du das schlimm findest."
Der Parlamentarier schwieg verwirrt.
"Was galubst du", sagten die Bürger, "übst du dein Amt aus, damit wir dich zu ihm wählen, oder wählen wir dich, damit du es ausübst?"
Der Parlamentarier entfernte sich kopfschüttelnd...

Manimatters Sudelhefte / Benziger Verlag 1974

Donnerstag, 20. Juni 2013

Sokrates - der erste freie Mann


Constantin Brunner (1862-1937)

Vor dreissig Jahren – am 27. August 1937 – starb in Holland ein deutscher Philosoph, dessen im Geiste Spinozas errichtete Gedankenwelt weithin Bewunderung erregt, während er in seinem Heimatlande vergessen wurde: Constantin Brunner.  Unsere Lexika tun ihn mit ein paar Zeilen ab oder verschweigen ihn ganz. Indessen dient das „International-Constantin-Brunner-Institut“ mit dem Sitz im Haag und mit vielen „Brunner-Gesellschaften“ in der westlichen Welt seinem Werk.

Constantin Brunner wurde als Sohn einer angesehenen jüdischen Familie 1862 zu Altona geboren. Nach dem Studium der Geschichte und Philosophie schien ihm eine grosse akademische Karriere zu eröffnen. Da sagte er der Kant’schen Philosophie ab (der er später manches Unrecht tat), beschloss, ein Einzelner zu bleiben und wurde ein „grosser Unbequemer“. (Er war übrigens reich und konnte es sich leisten.)

 Rathenau war in Deutschland einer seiner frühen Bewunderer. Goebbels hat seine Werke verbrannt. Erst nachdem sie in französischer und englischer Sprache gedruckt worden waren, kehrten sie zu uns zurück.

Zwar hat Brunner die Emigration erdulden müssen (er war 1933 nach Holland geflüchtet), doch blieb ihm das Schicksal seiner Angehörigen erspart: Seine Frau kam in Ausschwitz um, gemeinsam mit ihrer Tochter. Diese war mit einem Ausländer verheiratet, denn die Nationalsozialisten nicht „aus rassischen Gründen“ verfolgten, und hätte sich vermutlich retten können. Doch wirkte bei Brunner Tochter Lotte zweierlei: Sie wollte ihre Mutter nicht allein lassen, und zugleich blieb sie vom Geiste ihres Vaters geprägt stolze sokratische Gelassenheit.

Ehe Brunner nach Berlin übergesiedelt war, nämlich in seinen jungen Hamburger Jahren, hatte er eine literarisch-philosophische Zeitschrift -- „Zuschauer“ – gegründet, deren Mitarbeiter stab Liliencron und Dehmel angehörten.  Danach veröffentlichte er fünfzehn Jahre lang keine Zeile. Bis er, der sich den „Mann Eines Buches“ nannte. 1908 mit der „Lehre von den Geistigen und den Volk“ hervortrat, die damals grosses Aufsehen erregte (deutsch bei Cotta, Stuttgart 1962). Eine „Konzeption“ war gefunden, ein „System“, das, wie er meinte, alle seine späteren Bücher fortsetzten. Im Übrigen war der eigenwillige philosophische Denker Meister einer oft pathetischen, „expressionistischen“, stets leidenschaftlichen Sprache. Ja, er bewertete das schriftstellerische Element so hoch, dass er, wo nur möglich, die theoretische Darstellung mied.

Ehe sich deutsche Philosophen noch zu seinem 30 jährigen Todestag und seinem hundertfünften Geburtstag mit Constantin Brunner auseinandersetzen – es wäre wohl an der Zeit --, mögen Auszüge aus einer Arbeit über Sokrates ein kleines Beispiel seiner denkerischen Leidenschaft und Sprachgewalt geben. 

Zeitungsartikel 1967  J. M.-M.
Sokratesbüste im Palazzo Massimo alle Terme in Rom, 1. Jahrhundert, Inventarnummer 1236, 
Wikipedia




Sokrates - der erste freie Mann 

 Ein seltsamer Mann,  dieser Sokrates. Das Lachen war in Athen nicht teuer, an allen Ecken lachten über ihn die Athener; und sahen doch bald, dass sie nicht auskamen mit Lachen.

Ein seltsamer Mensch war Sokrates schon von aussen, der Barfussgeher voller Wunderlichkeiten, der Glatzkopf unter allen den schöngelockten Achaiern, ein ungriechisch, ein unmenschlich lässlicher Mensch, Silenhaft hässlich: mit Hängebauch, breiten Schultern, Kahlkopf also, grossdickem Munde, aufgeworfenen Lippen, eingedrückter Stülpnase, stieren Glotzaugen.

 Verschlossen freilich in dieses nur ungetane Silen Gehäuse ein Gott und gewaltiger, nichts weniger als silenischer Erotiker; der auch mit so wunderhaft sie erhebender und läuternder Gewalt erotisch-dämonisch auf schöne Jünglinge wirkte.

Rätselhaft musste er am meisten den Gebildeten erscheinen, den einseitig so Beschränkten, dass sie, ausserstande, von seiner Fülle und seinem da Allgemeine umfassenden Sinn zu lernen, ihn nur für einen Übermässigen, Unbändigen, starrsinnig Ungerechten gegen die wahrhaft grossen Geister (von einigen weiss man sogar noch die Namen: durch Sokrates; gewöhnlich werden die wahrhaft grossen Geister der Zeiten, wie auch wohl die unserer Zeit, mitsamt den Namen, sehr schnell vergessen), dass sie ihn nur für einen extrem wunderlichen und endlich gar für einen unredlichen und verderblichen Mann zu halten vermochten.

Sokrates war altväterisch und revolutionär (je nachdem er dem Neuen oder dem Alten das Gute vorzog); sittenstreng und auch frei,  ohne viel nach dem Urteil anderer zu fragen; gütig und unwirsch, rücksichtslos, spöttisch, streitlustig; von weiser Besonnenheit bei äusserster Reizbarkeit und Brennbarkeit der Natur; ein Schweiger und ein Schwätzer; ebenso bescheiden wie selbstbewusst; mässig und konnte, mit anderen auch unmässig sein (konnte: er war im Trinken nicht zu besiegen); ernst und machte sich zum Narren -- alles nach der Gelegenheit, und je nachdem es die anderen in ihm hervorbringen.

So einen sollen wohl die anderen oft unerträglich und unberechenbar finden; da sie niemals dessen sich bewusst werden, was sie wissen, und wissen nicht, dass sie nicht wissen, was sie nicht wissen, am wenigsten kennen sie sich als Ursache verhängnisvoller Wirkungen.

Sokrates erschien ebenso bezaubernd wie zurückstossend und fremdartig, zu Zeiten seelenentrückt, gegen alles sinnliche Leben in Verzückung abwesend, lange Stunden gleich einer Bildsäule auf einem Fleck festgewurzelt, und vernahm in sich eine dämonische Stimme. Aber er war keineswegs krankhaft, sondern sehr gesund und übergesund, überkraftvoll und übermütig bis zum Barock; gar nicht phantastisch, vielmehr kaltsinnig und vernünftig und nicht weniger dialektisch virtuos und spitzig als die Sophisten.

Daher die Verwechslung mit ihnen; wie denn überhaupt dies die Schuld trägt an der Verwechslung des Volksmässigen mit dem Geistigen: dass beides für grundverschiedene Denkinhalte der gleichen Formen und Wörter sich bedient…

Unermesslich scheint des Sprechers Sokrates allgemeine Wirkung in die Geschichte. Fast ausschliesslich von dem einzigen Sokrates aus gehen alle diejenigen griechisch-römischen Kulturmomente, die sich später mit den christlichen zusammenschlossen, solcherart noch nachträglich weisend auf den merkwürdigsten Griechen mit solchem gewissen Geist, wie er im Prophetismus des Alten und Neuen Testaments erscheint, und auf die Fussspuren vom Sohn des athenischen Bildhauers, die hinführen zum Zimmermanns-sohn von Nazareth, zum anderen, grösseren Sprecher der Welt, der die Wahrheit mit ihren noch schöneren Worten genannt hat und in noch unweit höherem Masse begriff bildend gewesen (ohne Philosoph gewesen sein), sprachbildend gewesen, ja, die ganze Kultur umwandelnd – sie stehen einander nah in der Erkenntnis, darum hat die Geschichte sie verbunden mit ihren Wirkungen – zugleich aber auch hinweisend auf das Hier wie Dort der mit diesen Geistern nicht Verwandten und von der Wahrheit Geschiedenen, für viel Kleines Übereifrigen und für ihre grosse Angelegenheit so Unbekümmerten, auf die Verlaufenen, die in dem Wald ihres Wissens nicht so wissen, wie sie das allein Denkens Werte nicht wissen; die keinen ihrer Buchstaben so wissen, wie sie den Geist nicht wissen.

Gegen diese hatten jene sich erhoben mit ihren holden Gedanken, mit ihrer grossen Liebe und Barmherzigkeit, mit ihrem geistigen Anderssein, worauf die ungleichen anderen wiederum gegen jene sich erhoben mit ihrer bestialisch moralischen Kritik und mit der Gier ihrer Rache am Geistig sein; die Argen und Ärgeren: weil sie auf solche nicht gehört und solche sie empört haben! Was soll man von ihnen sagen, als was von ihnen gesagt ist? „Sie wissen nicht, was sie tun.“ Dem Sokrates geben sie Schierling; und Christus wird, Nägel durch Hände und Füsse, ans Kreuz geschlagen.

Aber ein Aristophanes unter diesen Lästerern und Mördern? Unter die egoistisch-pfiffigen, eitlen Sophisten konnte Aristophanes den Mann rechnen, der so unaussprechlich klar war: den Sokrates, der gleichsam nackt durchs Leben ging; der, alle gesellschaftlichen Ehrungen verschmähend, jedem Amt fern bleibend, unbekümmert um seinen Vorteil, um seine häuslichen Frieden, arm und dennoch ohne Bezahlung, aber unter Hohngelächter und mit Gefährdung seiner Person philosophierend, endlich siebzig Jahre alt, gestorben ist für die Verteidigung der Wahrheit und Entlarvung gleissender Lüge, für die Zusammengehörigkeit seines Lebens mit seinem Lehren, im grossen Krieg und Trotz gegen die undenkende Menge und ihre gebildeten Vertreter, im Siegertrotz und Lachen über seine Richter und Mörder, als der allein wahre Richter ihrer Ungedanken und Verdorbenheit.

Aber auch sein eigener wahrer Richter und ein grosser Selbstmörder ist Sokrates gewesen; denn, indem er vor dem Gericht, statt, nach der athenischen Sitte, seine Strafe selber anzusetzen (und er wäre mit einer geringen davonkommen), sich der höchsten Belohnung würdig erklärte, wusste er wohl, was er damit über sich brachte. In erhabener Erkenntnis seines Rechtes und seiner Pflicht zum Märtyrertod zerschlug er mit eigenem Willen das Gefäss seiner Menschlichkeit, gab er sein Leben hin, ein Verlierer und seliger Gewinner.

Sokrates war gross, denn ihm war die Idee das unmittelbar Empirische, das Wirkliche seiner selbst, die einzige wirkliche Wirklichkeit; und war sehr gross, da er, der nach der Idee zu leben verstand, trotzdem auch nach der Idee zu leben verstand, trotzdem auch nach der Idee nicht länger leben wollte in der Menschwelt, welche der Idee und ihrem Leben verschlossen bleibt. Für unnütz und jugendgefährlich diesen Sokrates zu halten: den reinsten und freisten Mann Griechenlands, frei also, wie sein Leben und Sterben beweist, auch gegenüber den anderen, trotz der Macht ihres Andersseins, den ersten freien Mann unserer Kulturwelt!

Diesen Sokrates hatte Aristophanes angeklagt; von der ergötzlich verleumderischen Dichtung, von den „Wolken“  reden wir,  von der Komödiendichtung,  die mitgeholfen zur nicht-erdichteten Tragödie  (dreiundzwanzig Jahre später);  wir reden von  der  Untat  später);  wir reden  von  der  Untat  der  Dichtung  an  der  Philosophie und jenen ungeheuren Falle, wo ein grosser  Geistiger  gegen  den so  viel  grösseren stand  wie  ein  blindgeborener,  blindrasender  Volksmensch. Als elendesten, tollsten, windigsten, sophistischen Gaukler hatte Aristophanes diesen Mann, Sokrates, angeklagt: den Sokrates, der den Sophisten viel ärgeren Schaden antat als der Komiker Aristophanes (der nur dem Sokrates schadete) und selber die Sophisten mutwilliger und spassiger beim Schopfe zu nehmen wusste; den Ironiker,  Sarkastiker,  den  mächtigeren Komiker Sokrates, der frisch von der Stelle weg, ex tempore des Leben vor ihm als mit seinen unmittelbar handelnden Personen, zu komödieren verstand und über sie kam wie Gewitterregen über fliegenden Staub und auf alle Art, mit so unvergleichlich viel höherer Gewalt, für dasselbe Ideal kämpfte wie der Dichter Aristophanes, der in späteren Jahren des Sokrates Freund geworden war.





Sonntag, 16. Juni 2013

نعمت میرزازاده یا نعمت آزرم

نا بهنگامی
نعمت میرزازاده یا نعمت آزرم  

هرگز چنین فجیع کسی خویش را به دار نیاویخت
در چهارراه باور مردم
بر قله بلندترین برج آرزو
در پیش چشم حیرت یک نسل
هرگزچنین فجیع کسی خود کشی نکرد
*****
هرگز کسی به خیره چنین سیل پاک را
رو سوی باتلاق نکوشید تا روانه کند
آیا جز آنچه کرد نمیداشت چاره هیچ ؟
راهی به سوی آنچه بشایست کرد نمی دید ؟
آیا کسی بدو نگفت راه و چاره چیست ؟
یا خود جزین نخواست ؟
یعنی جزین نبود
یعنی عیار سنجی تاریخ هیچ کسی را
در جلوه گاه آینه کردار
جز آنچه ذات اوست مجالی نمی دهد.
*****
در چهارراه داوری خلق
بر روی برج ِ باور ِ متروک
اکنون جنازه ایست که بر دار ِ خویش آونگ است
چون نعش باد کرده ی امید
اما هنوز بی سببی حرف می زند
در هر کرانه موج صدایش به گوش می آید
وز هر کرانه کاروان ِ جنازه به سوی گور روان است .
با قتل عام باور مردم .
*****
این قتل عام باور یک خلق را
آیا به فال نیک توانم گرفت ؟
یعنی که ضربه ای ست که باید فرود می آمد ؟
یعنی که تندری ست که اعصاب ِ خواب رفته ً اندیشه ً رهائی را
بیدار میکند ؟
یا قتل عام باور دیرین - به نا گهان -
زان پیشتر که فرصت تدبیر رهگشا باشد
میدان به قتل عامهای فراوان خواهد داد ؟
*****
من معجز ِ طهارت ِ این رودبار روشن تاریخ را به تجربه می دانم
کز پویش مبارک خود باتلاق را به چشمه بَدَل می کند
من سرگذشت میهن خونبار خویش را به عمر درازش
روزانه زیسته ام
و آگهم که گوهر آزادگی به ذره ذره خاکم سررشته است
وین راز ، مرحمی ست که هر زخم را علاج تواند کرد ؟
در خاک ِ پاک ِ مضطربم اما اکنون
نقب هزار چشمه خون کنده اند
راهزنان
نطع هزار شام ضیافت فکنده اند
لاشخوران
*****
در چهار راه روشنی وهم های دیروزین
بر شانه مناره لرزان
اکنون جنازه ای ست که بر دار خویش می پوسد
اما هنوز گرم سخن گفتن است
تا این جنازه خاک شود آیا؟
چندین هزار کاروان جنازه به خاک خواهد رفت.
*****
بر گور ِ این جنازه چه خواهد نوشت داور ِ تاریخ ؟
باشد که این چنین بنویسد :
اینجا کسی غنوده که بیش از هزار سال
تاخیر در تولد ِ خود داشت
او با زمان ِ خویش معاصر نبود
و کوزه سفالی قلبش
گنجایش ِ پذیرش ِ دریای مهربانی ِ یک خلق را نداشت.
او را نه تاب بود که آوار ِ اعتماد ِ گرانسنگ ِ خلق را
بر دوش مومیائی ِ فرهنگ ِ خویش تحمل کند
نه بخت سازگار که در اوج جلوه محو شود
در اشک شوق آمد و در منجلاب رفت
*****
اکنون ز روی شانه ی خم گشته ی مناره ی باور
بر دار خویش آونگ
این جنازه سخنگوست همچنان
بر گرد ِ این جنازه هیاهوست
وان خیمه ی بلند ِ توهم دریده است.
اما فضا عجیب مه آلود و تیره است
در ازدحام عربده و چهره های مسخ
- به نزدیکی -
نوری به چشم نمی آید
بر برق ِ تیغه های جنایت که در هر کران
پیوسته در تلاوت تکبیر می درخشد و در سینه های گرم
نهان میشود.
جز برق نیزه های شقاوت که در کمینگاهند
تا زنگ ِ قتل عام ِ نهائی نواخته گردد
*****
آن سوی این فضای مه الوده و خفه
برتر ز پار ، خیمه پندار
در نگاه
خطی که روی ِ سربی ِ طاق ِ افق نمایان است

  
 آمیزه ای ز روشنی و سرخی ست
 


Samstag, 15. Juni 2013

هوشنگ ابتهاج (هـ . الف. سایه) H. Ebtehaj - H. A.. Sayeh

| فهرست | روایاتِ راوی | حکایاتِ باقی | گنجۀ صدا | سرودۀ «ای فردا» را با صدای شاعر بشنوید! موسیقی: بتهوون، سمفونی شماره 8، 
ای فردا           
می‌خوانم و می‌ستایمت پُرشور     
ای پردۀ دلفریبِ رویا رنگ!      
می‌بوسمت، ای سپیدۀ گلگون؛     
ای فردا! ای امید بی‌نیرنگ!      
دیری‌ست که من پی تو می‌پویم. 
           
هر سو که نگاه می‌کُنم، آوخ!      
غرق است در اشک و خون نگاه من.      
هر گام که پیش می‌روم، برپاست     
سر نیزۀ خون‌فشان به‌راه من  
وین راه یگانه: راه بی‌برگشت. 
         
ره می‌سپریم همره امید     
آگاه ز رنج و آشنا با درد.      
یک مرد اگر به خاک می‌افتد،     
برمی‌خیزد به‌جای او صد مرد.      
این‌ست که کاروان نمی‌ماند. 
           
آری، ز درون این شب تاریک     
 ای فردا! من سوی تو می‌رانم.     
رنج است و درنگ نیست، می‌تازم.      
مرگ است و شکست نیست، می‌دانم.      
آبستن فتح ماست این پیکار. 
           
می‌دانمت، ای سپیدۀ نزدیک؛     
ای چشمۀ تابناک جان‌افروز!      
کز این شب شوم‌بخت بدفرجام     
برمی‌آیی شکفته و پیروز     
وز آمدن تو: زندگی خندان. 
           
می‌آیی و بر لبِ تو صد لبخند.      
می‌آیی و در دلِ تو صد امید.      
می‌آیی و از فروغ شادی‌ها     
تابنده به‌دامن تو صد خورشید.      
وز بهر تو باز گشته صد آغوش.
            
در سینۀ گرم توست، ای فردا!      
درمان امیدهای غم‌فسرد.      
در دامن پاک توست، ای فردا!      
پایان شکنجه‌های خون‌آلود.      
ای فردا؛ ای امید بی‌نیرنگ!
 . . . رشت، 14 شهریور 1330 هوشنگ ابتهاج (هـ . الف. سایه) از مجموعه «شبگیر» -